Spaß und Arbeit – ein Widerspruch?

Den größten Teil unserer Tageszeit verbringen die meisten von uns in der Arbeit. Da achtet doch sicherlich jeder von uns ganz selbstverständlich darauf, dass diese Lebenszeit optimal genutzt wird – oder etwa nicht?

Ich habe Unternehmen kennengelernt, wo Lachen ein Indiz dafür war, dass man womöglich zu wenig zu tun hat. Ich denke, diese Zeiten sind Gott sei Dank vorüber. UnternehmerInnen wird es mittlerweile bewusst geworden sein, dass die Produktivität der MitarbeiterInnen enorm ansteigt, wenn diese zufrieden und glücklich im Job sind und Freude an ihrem Arbeitsplatz erleben.

Damit dies im Arbeitsumfeld gelingt, braucht es jedoch ein paar Voraussetzungen:

Eigenverantwortung

Eigenverantwortung der Mitarbeitenden, wenn es um das eigene Wohlbefinden geht. „Jeder ist seines Glückes Schmied“, heißt schon ein altes Sprichwort oder „das Glas ist halbvoll anstatt halbleer“. Eine positive Grundeinstellung macht Menschen resilienter und somit auch zufriedener und im Arbeitskontext produktiver. Beim Erleben von Wohlbefinden und Glück müssen wir Verantwortung für unser eigenes Leben übernehmen – uns quasi ans Steuer unseres Lebens setzen. Wir dürfen nicht erwarten, dass jemand anderes für unser Glück und Wohlbefinden verantwortlich ist. Wir selbst müssen darauf achten, was uns Freude bereitet, uns Energie gibt und unser Wohlbefinden steigert – zu Hause und an unserem Arbeitsplatz.

 

Das perfekte Team

Es passt nicht jede zu jedem, das ist meine Erfahrung. Das perfekte Team ist jenes, das sich gut ergänzt und gegenseitig in seinen Stärken aber auch Fehlern wertschätzt. Damit im Team ein inspirierendes, wohlwollendes Arbeitsklima herrscht, braucht das Team Zeit und Gelegenheit, einander besser kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen. Wenn das gelingt, dann kann man auch jede Menge Spaß miteinander haben und die gemeinsamen Ziele schneller und besser erreichen.

 

Die positive Führungskraft

Die Rolle und Haltung der Führungskraft spielt im Erleben von Glücksmomenten im Job eine wesentliche Rolle. Welche Rahmenbedingungen bietet die Führungskraft ihren Mitarbeitenden, damit diese gut (gelaunt) ihre Aufgaben erledigen und Projekte erfolgreich umsetzen können? Positive Führungspersonen bereiten so gesehen das Spielfeld für deren Teammitglieder auf und haben die Aufgabe, stetig darauf zu achten, dass ein gutes Teamklima möglich ist und dauerhaft erhalten bleibt.

Weniger Arbeit, mehr Spaß

Mein Lebensmotto lautet seit vielen Jahren – „weniger Arbeit, mehr Spaß“. Damit meine ich, dass es wichtig für unser Wohlbefinden und das Team ist, die Arbeit nicht so sehr als Arbeit zu empfinden. Wir sollten Spaß und Freude haben, bei dem was wir tun und mit den Personen, die uns bei unseren Aufgabenstellungen begleiten.

Ist das zu viel verlangt? Ich denke nicht. Seitdem ich dieses Lebensmotto in mein Leben gelassen habe, fühlt sich arbeiten anders an. Es lenkt den Blick auf die Dinge, die leicht von der Hand gehen und auf Menschen, die meinen Berufsalltag bereichern.

Probieren Sie es doch einmal selbst aus – nur für ein paar Wochen. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie dann Ihre Erfahrungen mit mir teilen.

 

Herzlichst,

Marlies Pree-Moharitsch

 

P.S.: Wissen Sie, was Sie brauchen um glücklich und zufrieden im Job zu sein? Machen Sie doch diese einfache Übung und finden Sie es heraus: https://persolista.com/aufgedeckt-positiven-emotionen-auf-der-spur/