Psychische Gesundheit: im Home-Office Mitarbeiter:innen stärken

Das Home-Office ist seit über einem Jahr Alltag für viele von uns. Es bietet unzählige Vorteile und genauso viele Nachteile – besonders die psychische Gesundheit betreffend. Wie wir das Home-Office bewerten, hängt vor allem von unserer Persönlichkeit und unseren Arbeitsbedingungen in den eigenen vier Wänden ab. Dennoch können Sie als Führungskraft bestimmte Schritte setzen, um die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden im Home-Office zu fördern. Wie das genau möglich ist? Wir von PERSOLISTA arbeiten die meiste Zeit seit unserer Unternehmensgründung im Home-Office und wollen gerne unsere Erfahrungen mit Ihnen teilen.

1. Bleiben Sie trotz Home-Office in Kontakt

Zwischenmenschliche Beziehungen gehören zu den wichtigsten Determinanten, wenn es um unsere psychische Gesundheit geht. Menschen müssen sich zugehörig und als ein Teil eines großen Ganzen fühlen. Damit wir uns nicht aus den Augen verlieren treffen wir uns bei PERSOLISTA jeden Tag zur gleichen Zeit online. Das bietet gleich mehrere Vorteile: wir können unsere derzeitigen Arbeitsschritte absprechen, um Feedback und Unterstützung bitten oder weiteres Vorgehen planen. Viel wichtiger ist aber, dass wir uns von Angesicht zu Angesicht sehen. Ja, unsere Kameras sind immer an!  Wir schaffen bei diesen Treffen Zeit für einen kleinen privaten Austausch. Das tut uns als Team wirklich gut. Sollte ein tägliches Online-Meeting bei Ihnen nicht möglich sein, organisieren Sie doch gemeinsame Mittags- oder Kaffeepausen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten das reale Beisammensein in die digitale Welt zu transformieren. Ein wenig Mut und Kreativität helfen sehr.

2. Kleine Aufmerksamkeiten sind Balsam für die psychische Gesundheit

Da wir nur vier Mitarbeiterinnen sind, haben wir unser wunderschönes Büro im Schichtbetrieb genutzt. Ich habe mich immer auf meinen Bürotage gefreut, denn ich kann hier viel produktiver arbeiten. Der Bonus war, dass ich ganz oft kleine Aufmerksamkeiten auf meinem Arbeitsplatz finden konnte. Sei es ein Adventskalender, ein Buch, Schokolade oder nur ein netter Gruß mit einem „Dankeschön“ auf dem Tisch. Das zauberte mir als Mitarbeiterin und Kollegin sofort ein Lächeln ins Gesicht. Wenn Sie so etwas schonmal selbst erlebt haben, wissen Sie bestimmt, wie diese kleinen Dinge die Stimmung heben. Solche Aufmerksamkeiten können zu Home-Office-Zeiten beispielsweise per Post versendet werden.

3. Home-Office Zeit ist die Zeit für Ziele

Im Home-Office verschwimmen sowohl Berufliches und Privates als auch die einzelnen Tage miteinander. Schnell finden sich Mitarbeitende in einem Alltagstrott wieder, der oft zum Alltagstief wird. Hier kann das Erarbeiten von Wochen und Monatszielen eine gute Unterstützung für die psychische Gesundheit sein. Setzen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Team realistische Ziele, verfolgen Sie die Fortschritte und klopfen Sie sich nach der Erreichung alle auf die Schulter. In der alltäglichen Arbeit übersehen wir gerne, was wir bisher schon erreicht haben. Im Home-Office ohne Kontakt zu den Kolleginnen passiert das noch viel schneller. Sie können die Ziele beispielsweise auf einem digitalen Ziele-Board festhalten und gemeinsam abhaken. So wissen Sie und Ihre Mitarbeitenden immer, wo Sie gerade stehen und was Sie alles erreicht haben.

4. Grenzen setzen (lassen)

Der wohl wichtigste Punkt, um die psychische Gesundheit in Home-Office Zeiten zu erhalten ist das Setzen von Grenzen und auf Ebene der Führungskraft der Respekt dieser gesetzten Grenzen. Wir kennen es doch alle: abends ist der Laptop doch noch schnell hochgefahren oder noch ein kleiner Blick auf das Diensthandy – und schon ist eine Stunde herum. Das kann auf kurze Dauer vielleicht ganz gut funktionieren. Menschen benötigen Aus- und Erholungszeit. Der Vorteil durch die Erholung ist eine viel produktivere Arbeitsweise am nächsten Tag. Damit das in Ihrem Unternehmen gelebt wird sollten Sie als Führungskraft vorangehen. Pflegen Sie eine Kultur, in der es in Ordnung ist, abends, während des Urlaubs oder am Wochenende sämtliche technische Geräte abzuschalten. Darin üben wir PERSOLISTAS uns ebenfalls tagtäglich. Wir wissen, dass das gar nicht so einfach und ungewohnt, wenn nicht sogar unangenehm sein kann. Aber seien wir ehrlich zu uns selbst. Wie viele Dinge gibt es, die wirklich jetzt sofort erledigt werden müssen? Das reicht am nächsten Tag meistens auch noch. Unsere psychische Gesundheit und Produktivität dankt es uns!

Das waren unsere vier gesammelten Erfahrungen. Haben Sie noch weitere Erfahrungen? Kontaktieren Sie uns gerne, wir freuen uns natürlich ebenfalls über weitere Tipps.

Viele Grüße,
Corinna Pfannenstein