Offboarding: Der letzte Eindruck zählt 

Viele Unternehmen setzen auf ein strukturiertes Onboarding, um neue Mitarbeitende optimal in die Organisation zu integrieren. Doch was passiert, wenn ein Teammitglied das Unternehmen verlässt?

Warum Offboarding mehr Aufmerksamkeit verdienen sollte

Viele Unternehmen setzen auf ein strukturiertes Onboarding, um neue Mitarbeitende optimal in die Organisation zu integrieren. Doch was passiert, wenn ein Teammitglied das Unternehmen verlässt? Offboarding wird oft vernachlässigt, dabei hinterlässt der letzte Eindruck einen prägenden Effekt – auf die verabschiedete Person, das verbleibende Team und die Unternehmenskultur. Weder die Kultur noch Personen sollten dadurch negativ beeinflusst werden – denn das wäre das Worst Case Szenario für ein Unternehmen. 

Ein unprofessioneller Abschied mit fehlender Wertschätzung, ungeklärten Aufgaben und Wissenslücken kann nämlich langfristige fatale Folgen hervorrufen. Dabei ist Offboarding als Prozess eine Chance, die es strategisch zu nutzen gilt, um genau vor diesem Szenario zu schützen.             

Offboarding als strategischer Prozess

  1. Wissen nachhaltig sichern

Wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, nehmen sie nicht nur ihre persönlichen Gegenstände, sondern auch wertvolles Wissen mit. Ohne eine strukturierte Übergabe können wichtige Prozesse beeinträchtigt werden, Kundenkontakte abbrechen und die Einarbeitung gestaltet sich ineffizient. 

Lösung: 

  • Checklisten und Dokumentationen für eine reibungslose Übergabe nutzen 
  • Wissenstransfer durch gemeinsame Meetings oder Mentoring sicherstellen 
  • Digitale Wissensdatenbanken pflegen 
  • Klare Verantwortlichkeiten für die Nachfolge definieren 
  • Frühzeitig mit dem Wissenstransfer beginnen, um Zeitdruck zu vermeiden 
  1. Beziehungen wertschätzend pflegen

Oft wird der Abschied als bloßer Verwaltungsakt behandelt, doch Offboarding ist Teil einer langfristigen Unternehmensstrategie. Ein respektvoller Umgang sorgt dafür, dass ehemalige Mitarbeitende positiv über das Unternehmen sprechen und es als attraktiven Arbeitgeber weiterempfehlen. 

Best Practices: 

  • Ein offenes Exit-Gespräch führen, um wertvolles Feedback zu erhalten 
  • Dankbarkeit ausdrücken und die gemeinsame Zeit anerkennen 
  • Ein offizielles Abschiedstreffen oder eine kleine Feier organisieren 
  • Referenzen und Empfehlungen aktiv anbieten 
  • Einen offenen Kommunikationskanal für zukünftige Anfragen aufrechterhalten 
  1. Ehemalige als Markenbotschafter gewinnen

Ehemalige Mitarbeitende sind potenzielle Multiplikatoren, Kunden oder sogar Rückkehrer mit noch mehr Erfahrung. Unternehmen, die Alumni-Netzwerke pflegen, profitieren langfristig von diesen Beziehungen. 

Strategien zur Alumni-Pflege: 

  • Alumni-Gruppen auf Social Media oder Networking-Events anbieten 
  • Regelmäßige Updates und Einladungen zu Unternehmensveranstaltungen versenden 
  • Offboarding als Teil des Employer Brandings verstehen 
  • Erfolgsgeschichten ehemaliger Mitarbeitender teilen 
  • Möglichkeiten für Wiedereinstellungen oder Kooperationen offenhalten 

Der letzte Eindruck bleibt

Führungskräfte, die Offboarding als unwichtig betrachten, unterschätzen dessen Auswirkungen. Eine wohlwollende Verabschiedung hinterlässt einen positiven Eindruck, reduziert den Wissensverlust und stärkt das Arbeitgeberimage. 

Ein professionelles Offboarding ist kein unnötiger Aufwand, sondern eine Investition in eine nachhaltige Unternehmenskultur. Wer Offboarding strategisch nutzt, profitiert von einer stärkeren Mitarbeiterbindung, einem besseren Ruf und langfristigen geschäftlichen Vorteilen. 

Fazit: Offboarding als Teil der Unternehmenskultur

Ein gutes Offboarding ist so viel mehr als ein einfacher Abschied. Es sichert Wissen, pflegt wertvolle Beziehungen und unterstützt das Employer Branding. Unternehmen sollten diesen Prozess nicht als notwendiges Übel, sondern als Chance betrachten, die langfristig zum Erfolg beiträgt. Denn ein positiver letzter Eindruck bleibt bestehen – oft länger als der erste. 

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