Future of Work 2020 & Digitalisierung

Der HR-Kongress „Future of Work West“ fand vom 29.-30.09.2020 in Zell am See/ Kaprun statt. Die rund 20 Workshops im kleinen Rahmen gaben zahlreiche Inputs in Richtung Digitalisierung, New Work, Leadership und Transformation.

Wir möchten uns in diesem Blogartikel dem Thema „Digitalisierung im Personalmanagement“ widmen. Was heißt nun Digitalisierung für eine HR Abteilung? Hierbei geht es nicht nur darum, Inhalte von Papierform in Excel zu übertragen. Vielmehr ist die Frage, wie Informationen intelligent aufbewahrt und genutzt werden können. Grundsätzlich sind digitale Prozesse gut nachvollziehbar, transparent und beschleunigen die Kommunikation.

Warum ist die Digitalisierung im HR dennoch vielerorts noch nicht auf der Agenda? Neben den fehlenden digitalen Kompetenzen sind hierfür neue Standards und Prozesse notwendig. Hierzu gibt es einen interessanten Artikel der Studie „HR goes digital“.

 

Digitalisierung als Megatrend

Digitalisierung gehört zu den Megatrends und hat somit das Potenzial, die Gesellschaft und Wirtschaft grundlegend zu verändern. Wie sieht diese Veränderung nun aus?

Bislang war HR vor allem in der Rolle des Verwalters. Dies ändert sich nun immer stärker, da es für HR-Verantwortliche wichtiger wird, neue Dinge auszuprobieren, um langfristig erfolgreich und auch sichtbar zu sein. Folglich befassen sich aktuell zahlreiche Unternehmen mit der Digitalisierung der HR-Administration. Dies ist notwendig, um die neue Rolle des Personalers in Richtung Gestaltung und Enablement (Befähigung) zu verankern. Der Personaler wird zum Vermittler zwischen Führungskräften und Angestellten. Die Rolle der HR-Leitung verändert sich aktuell stark in Richtung Innovation, Kreativität, Change und Digital.

Die Podiumsdiskussion von zahlreichen HR Managern zeigte, dass ein neues digitales Mindset sicherlich auch bedingt durch unsere momentane Situation im Vormarsch ist. Zum Beispiel werden in einem Unternehmen alle Weiterbildungen/ Trainings nur mehr online angeboten – in einem anderen werden die Erstinterviews standardisiert online durchgeführt. Andere wiederum verwenden ein Kommunikationstool, um die zahlreiche E-Mail-Flut zu reduzieren.

Digitalisierung kann auch dabei helfen, die eigene Arbeit als stärker sinnstiftend/ sinnvoll anzusehen. Erachte ich es als sinnvoll, Dokumente per Hauspost zu senden, da es immer schon so gemacht wurde? Erachte ich es als sinnvoll eine Checkliste in Papierform an mehrere Personen in der Abteilung händisch weiterzureichen? In den meisten Fällen werden wir diese Fragen mit hoher Wahrscheinlichkeit mit „nein“ beantworten. Mit der Digitalisierung kleiner Prozesseschritte wie eben genannt können sich Ihre Mitarbeiter wieder mehr auf ihre tatsächliche „sinnstiftende“ Tätigkeit konzentrieren und Routinetätigkeiten zum Teil reduzieren.

 

Unser Tipp für unsere HR-KollegInnen

Warten Sie nicht darauf, dass das große Prozessumstellungs- bzw. Digitalisierungsprojekt auf Sie zukommt. Überlegen Sie sich aktiv, welche Routinetätigkeiten bzw. Arbeitsabläufe Sie schon heute digitalisieren können. Dadurch schaffen Sie für sich und Ihre HR Abteilung Freiräume, um vermehrt HR Zukunftsthemen aufzugreifen bzw. Ihre Erfolge im Unternehmen sichtbar zu machen. Ein Schritt in diese Richtung ist ein digitalisierter Mitarbeitergesprächsbogen bzw. die digitale Begleitung eines Teils des On- oder Offboardings. Seien Sie kreativ.

 

Herzlichst,

Ihr Persolista Team